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Das Land der großen Unterschiede - die Wirtschaft in Italien
In Italien herrscht eine gelenkte Volkswirtschaft vor, die jedoch unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Um seine finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen, verkaufte der Staat eigene Anteile an Unternehmen. Schulden sind ein großes Thema in Italien. Das Land ist in puncto Staatsverschuldung im EU-Vergleich Spitzenreiter. Wirtschaftlich gesehen ist Italien trotz allem eine starke Nation - zumindest in Durchschnittszahlen betrachtet: gemessen am Bruttoinlandsprodukt von 1,85 Billionen US-Dollar ist es die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt (Stand 2006), nach dem BIP pro Einwohner liegt Italien auf Platz 20 im weltweiten Vergleich. Die bedeutendsten Wirtschaftsbereiche stellen die verarbeitenden Gewerbe dar, überwiegend der Maschinen- und Automobilbau, die Pharma- und Chemieindustrien sowie die Produktion elektronischer und Textilerzeugnisse. Signifikant für die wirtschaftliche Struktur Italiens ist das stark ausgeprägte Nord-Süd-Gefälle: während vor allem Norditalien, aber auch Mittelitalien, äußerst starke Wirtschaftsregionen sind, liegt der Süden "brach": Sein Hauptgewerbe ist die Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit ist hoch, ebenso die organisierte Kriminalität, die wiederum ihren Einfluss auf die Wirtschaft geltend macht. Der Norden hingegen wartet nicht zuletzt mit seinem "industriellem Dreieck" auf, den Industriemetropolen Mailand, Turin und Genua. Diese drei Städte gehören zur sogenannten "Blauen Banane", jenem Großraum in Zentraleuropa, der einer der wirtschaftlich bedeutendsten Regionen der Welt darstellt. |
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