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Rom (Roma) ist nicht nur die Hauptstadt Italiens, sondern mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern auch die größte. Sie liegt am Fluß Tiber, in der Region Latium. Schon in der Antike war Rom die Hauptstadt des Römischen Reichs, weshalb sie auch den Beinamen "die Ewige Stadt" trägt.

Unzählige Kirchen, Plätze, Monumente, Museen und vieles mehr hat Rom zu bieten. Die historische Altstadt, die Vatikanstadt und der Petersdom wurden im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Erbaut wurde Rom auf den Sieben Hügeln Palatin, Kapitol, Aventin, Quirinal, Esquilin, Caelius und Viminal.

Eine der verkehrsreichsten Plätze der Welt ist die Piazza Venezia. Dort befindet sich das Monumento Nazionale, das von 1885 bis 1911 für den ersten König des vereinten Italien erbaut wurde. Hier beginnt die Via del Corso, in deren Nähe man viele bekannte Plätze findet und führt bis zur Piazza del Popolo.

Die Piazza del Popolo ist sehr prunktvoll angelegt, da es in früheren Zeiten der erste Platz war, an dem Reisende aus dem Norden ankamen. Das Stadttor, die Porta del Popolo wurde von Michelangelo errichtet. An der Piazza del Popolo liegt der Park der Villa Borghese und die Villa Guilia. Diese Villa beherbergt heute das weltbekannte Etruskisches Museum (Museo Nazionale Etrusco). Es ist das größte Museum für etruskische Kunst.

An der Piazza Venezia findet man auch den Palazzo Venezia, der im 15. Jahrhundert ursprünglich für den Kardinal Petro Barbo aus Venedig gebaut worden war. Im Laufe der Zeit war der Palast die Botschaft von Venedig, zeitweise in österreichischem Besitz, später Amtssitz von Benito Mussolini und heute beherbergt er ein Museum. Direkt daneben befindet sich die Basilica San Marco. Diese sehenswerte Kirche wurde im Jahre 336 erbaut, allerdings erhielt sie ihr heutiges Aussehen bei der Erbauung des Palazzo Venecia.

Colosseo Rom
Kolosseum Rom
Das Forum Romanum (Foro Romano) war in der Antike der Mittelpunkt Roms. Viele prachtvolle Bauten, wie der Triumphbogen des Septimius Severus, der Tempel des Kaisers Antoninus Pius und seiner Frau Faustina oder verschiedene Kirchen, wurde im Laufe der Jahrhunderte errichtet. In der Nähe des Forum Romanum findet man das Kolosseum, in dem Gladiatorenspiele veranstaltet wurden.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Rom ist der Trevi-Brunnen, die Fontana di Trevi. Im Mittelpunkt des Brunnens befindet sich unter einem dreiachsigen Bogen eine Figur des Meeresgottes Neptun, der auf einem Wagen steht, der von zwei Wasserpferden gezogen wird. Weitere Figuren von Göttern und Muscheln werden vom Wasser umspült, das über künstliche Felsen in ein halbrundes Becken fließt. Der Brunnen bildet das Ende einer antiken Wasserleitung.

An der Piazza Colonna steht die Marc-Aurel-Säule. Sie wurde im antiken Rom zwischen zwei Tempeln als Siegeszeichen für den Kaiser Marc Aurel aufgestellt. Die Säule wird von einem Reliefband umzogen, auf der die Kriegsereignisse dargestellt sind. Auf der Spitze befindet sich eine Statue von dem Apostel Paulus, da die ursprüngliche Statue von Marc Aurel verloren ging. Allerdings findet sich eine Reiterstatue von ihm heute auf dem Kapitol. An der Piazza Colonna liegt auch der Sitz des italienischen Ministerpräsidenten im Palazzo Chigi und daneben der Palazzo di Montecitorio mit Sitz der Abgeordnetenkammer.

Insgesamt findet man in Rom elf antike Obelisken, die meistens aus Ägypten stammen. Interessanterweise stand der Obelisk, der heute den Mittelpunkt des Petersplatz bildet, schon seit 1586 dort, der Platz wurde dann zwischen 1656 und 1667 von dem bekannten Baumeister Bernini um den Obelisken angelegt. Um den Petersplatz (Piazza San Pietro) befindet sich ein Säulengang aus 248 Säulen und 88 Pfeilern mit insgesamt 140 Heiligenstatuen. Neben dem Obelisken finden sich noch zwei Brunnen auf dem Platz. Direkt an dem Platz liegt der Petersdom, von dem der Papst an wichtigen Feiertagen seine Messe hält. Anfang des 4.

Jahrhunderts wurde die erste Peterskirche an dem Platz gebaut, an dem der Heilige Petrus bestattet worden sein soll. Im 15. Jahrhundert wurde sie um- und ausgebaut, was sich allerdings über einen Zeitraum von 150 erstreckte. Namhafte Baumeister, unter anderem Rafael, Michelangelo und Bernini, waren an der Erbauung beteiligt. Im Inneren findet man viele Kunstschätze, wie die Pietà von Michelangelo.

Es ist eine Darstellung der Jungfrau Maria mit dem toten Jesus, als er vom Kreuz abgenommen wurde. Dieses Werk schuf Michelangelo im Alter von 25 Jahren und erreichten in Rom seinen großen Ruhm als Bildhauer. Unter dem Petersdom befinden sich die Vatikanischen Grotten, in denen viele vergangene Päpste bestattet wurden. Noch tiefer befindet sich die Vatikanische Nekropple, in der, bei Ausgraben zur Suche des Petrusgrabes, 22 Mausoleen und zwei offene Gräber gefunden wurden.

In der Nähe des Petersplatzes befindet sich die Engelsburg und die Engelsbrücke. Die Engelsbrücke soll eine der schönsten Brücken von Rom sein. Die Brücke zieren zehn Engelsfiguren, die von Bernini entworfen wurden. Sie führt zur Engelsburg, die im Jahre 139 n. Chr. als Grabmonument für Kaiser Hadrian fertiggestellt wurde. In späteren Zeiten diente sie als Zufluchtsstätte für Päpste, als Schatzkammer und Gefängnis. Heute ist sie ein Museum, in dem unter anderem die Gemächer des Papstes zu sehen sind.

Die Sixtienische Kapelle wurde ursprünglich als päpstliche Hauskapelle gebaut. Sehr sehenswert sind die Fresken und Wandmalereien, die sicherlich das größte Werk von Michelangelo darstellen. Seit 1870 finden in der Sixtienischen Kapelle die Papstwahlen statt. Der Petersplatz, der Petersdom und die Sixtienische Kapelle gehören zum Staat Vatikanstadt. Es ist eine Enklave von 0,44 km² mitten in Rom und der kleinste anerkannte unabhängige Staat der Welt.

An der Piazza di Spagna liegt die Spanische Treppe, die ihren Namen der Tatsache verdankt, daß sie neben der ehemaligen spanischen Botschaft liegt. Gebaut wurde sie als Aufstieg zur Kirche Trinità dei Monti. Fertiggestellt wurde sie im Jahre 1725. Auf dem Platz steht die Fontana della Barcaccia, ein Brunnen in Form eines Kahns. Nach einer Überschwemmung des Tiber soll an diesem Ort ein Kahn gelegen haben. Inspiriert durch diesen Umstand baute Pietro Bernini, der Vater des bekannten Gian Lorenzo Bernini, diesen Brunnen.



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